Die befreundeten Autoren schildern Situationen und Erlebnisse ihrer Besuchsreisen von Ost nach West und umgekehrt. Der im Zug und teils zu Fuß nach Osnabrück reisende Arnold F. wird im Harz von Grenzpolizisten kontrolliert, von denen einer sagt, dass er Wachmann in einem Konzentrationslager gewesen sei. Im Westen bestaunt er die Warenfülle in den Geschäften und das gute Essen bei seinen Freunden. Auf der Rückreise landet er im Arrest der Volkspolizei, wo sein Gepäck durchsucht wird. Im April 1950 findet der Gegenbesuch von Rudolf P. in Aschersleben (ST) statt, für den der Autor einen Interzonenzugpass und eine Aufenthaltsgenehmigung braucht. In einem Gespräch im Zug über die im Westen für besser gehaltenen Lebensverhältnisse betont der nach Osten Reisende: „Meistens fallen auf zwei Vorteile drei Nachteile.“ Der West-Autor vermutet, dass es den Erwerbslosen im Westen besser ergeht als den Werktätigen in der DDR. Zugleich lobt er die hohe Kultur innerhalb der Gastgeberfamilie.