Die 12-jährige Schülerin wächst auf in einer Gewerbesiedlung mit Eisengießerei. Sie besucht zunächst die Volksschule anschließend die Realschule. Der Krieg beendet ihre Schullaufbahn, daher hilft sie im elterlichen Haushalt, zu dem ein großer Gemüsegarten und Tiere gehören. Von diesem Alltag berichtet sie in ihren kleinen Notizbüchern (Schule, Freizeit, Freundinnen, Familie, Konfirmation). Eine erste Liebe, die Sorge um die Gesundheit ihrer Eltern und Minderwertigkeitsgefühle, weil sie sich als Dienstmagd von allen benutzt fühlt, bewegen zudem ihre Gedanken. 1942/1943 arbeitet sie beim Kriegshilfsdienst in Frankfurt und als Rotkreuzhelferin im örtlichen Lazarett. In den Tagebüchern von 1945 bis 1949 beschreibt die sehr gläubige junge Frau das Kriegsende und den Einmarsch der Amerikaner; danach beschränken sich die Einträge auf die Schilderung des häuslichen Alltags.