Mit Beginn seines Ruhestands 1910 arbeitet der „Oberlehrer a. D.“ an seinen Erinnerungen. Der Chronist, früh Waise geworden, berichtet von seiner entbehrungsreichen Kindheit. Er schildert die örtliche Umgebung, Gewohnheiten und Rituale im Dorfleben seiner badischen Heimat, erzählt von Kapitalverbrechen und Auswanderung naher Angehöriger. Ein eigenes Kapitel widmet er den revolutionären Erhebungen in Baden 1848/49 und deren Niederschlagung durch preußische Truppen. 1852 erhält der 17-Jährige nach einigen Unterweisungen die Stelle eines „Unterlehrers“. 1853 besucht er das Lehrerseminar in Karlsruhe und unterrichtet an verschiedenen Schulen in Baden. 1863 heiratet er. Im Weiteren schildert er sein Familienleben mit 10 Kindern, deren Ausbildung und Werdegang. Zeithistorische Ereignisse wie der deutsch-französische Krieg 1870/71 und der Erste Weltkrieg (Soldatentod eines Sohnes) werden eingehend und detailliert dokumentiert.