Auf eine glückliche, behütete Kindheit in einer wohlhabenden Basler Familie blickt die Autorin als 16-Jährige zurück. In vier Tagebüchern protokolliert und reflektiert sie das Leben einer verwöhnten Jugendlichen. Ihr großes Interesse gilt der Musik: Sie erhält Klavierunterricht bei einem renommierten Lehrer und besucht Opernaufführungen. Nach Abschluss der Realschule – den Besuch eines Gymnasiums lehnt der Vater ab – macht sie eine Ausbildung zur Laborantin am Biologischen Institut der Universität Basel. Größeren Stellenwert nehmen Bälle und Schwärmereien für verschiedene junge Männer ein, die am Ende ernst werden. So endet das Tagebuch mit einem Missklang: In einem bitteren, vorwurfsvollen Brief bringt die Mutter ihre Missbilligung und Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass die Tochter das entgegengebrachte Vertrauen auf schändliche Art missbraucht und die Vorbedingungen für eine gute Ehe verletzt habe. Sie rät ihr, Stillschweigen darüber zu wahren, besonders ihrer jüngeren Schwester gegenüber, solange sie noch für den Rest ihrer Ausbildungszeit unter dem gleichen Dach mit der Familie lebt.