„Als ich ein Kriegskind war“ – Die Autorin beginnt mit dem 1. Mai 1937, einem Datum, das in ihrer Familie in Erinnerung geblieben ist: der älteste Bruder musste zu diesem Tag einen Aufsatz schreiben; er erhielt die schlechteste Note, weil er die Bedeutung dieses Tages als „Naziarbeiterfeiertag mit Hitlerjugendparade“ nicht erwähnt hatte. Sie beobachtet die Räumung eines „Zigeunerlagers“ durch die Polizei. Der Hauptteil ihrer Erinnerungen gilt dem Zweiten Weltkrieg: der Vater und der Bruder befinden sich in der Ukraine. Hier erlebt der Vater „das Entsetzliche, was den Juden aus den russischen Dörfern widerfuhr.“ Direkt spürbar wird der Krieg für sie, als die Luftangriffe immer heftiger werden. Am 31. Juli 1943 werden die Fabrik der Eltern total und ihr Haus teilweise zerstört und Remscheid hat über 1.000 Tote zu beklagen. In den letzten Kriegsmonaten hofft sie auf den Einmarsch der Amerikaner, der am 15. April 1945 erfolgt.