In seinen Erinnerungen, die er 1984 beendet, greift der bekennende Antisemit und Verehrer Rudolf Hess‘, den er als „großen deutschen Märtyrer“ bezeichnet, vier Themen auf: Die eigene Lebensgeschichte, den Nationalsozialismus mit dem Zweiten Weltkrieg, die „Judenfrage“ und seine Sicht auf die Welt und Gott. In den Mitschriften des kaufmännischen Angestellten aus Sachsen, der im Krieg als Funker eingesetzt ist, dokumentiert er seinen Kriegseinsatz und die Schauplätze. Er kämpft bis zum Kriegsende an der Westfront, nimmt am Balkanfeldzug teil und gehört mit seiner Panzerdivision zur 6. Armee, die in Stalingrad vernichtet wird. Zahlreiche Fotos, die seinen Aufzeichnungen beigelegt sind, belegen Zerstörung von Ortschaften und die Vernichtung von Menschen durch die Wehrmacht. Mit Glück entkommt er dem Kessel von Stalingrad und arbeitet nach dem Krieg im Uranbergbau als Vermesser. 1960 übersiedelt die Familie nach Westdeutschland. In der Anlage befinden sich ein Wahlaufruf der NPD von 1965 und diverse Zeitungsausschnitte.