Die Autorin, Offizierstochter, wächst in großbürgerlichen Verhältnissen in Berlin auf. Zum Leben der glühenden Monarchistin gehören Bälle, Theaterbesuche, Gesellschaften und Landpartien. Sie reitet, malt, besucht fremdsprachige Konversationskurse und Literaturstunden. Die Familie hat in der Uckermark Grundbesitz und Fabrikanteile; so pendelt Helene zwischen Großstadt und Land. Ihr Bruder ist als Offizier am Genozid an den Hereros in Deutsch-Südwest Afrika (Namibia) beteiligt. 1896 heiratet sie einen Pastor, bekommt zwei Kinder und erfüllt die Pflichten einer Pastorengattin in verschiedenen brandenburgischen Gemeinden. Dieser Lebensalltag wird im Tagebuch beschrieben. 1933 begrüßt sie die Machtergreifung der Nationalsozialisten und kommentiert die politischen Ereignisse im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie, wendet sich aber gegen die regimetreuen „Deutschen Christen“. 1936, nach Ende der Berufstätigkeit des Pastors, zieht die Familie in das Berliner Umland.