In einem linierten Wachstuchheft sind die Kriegserlebnisse eines 19-jährigen Handwerkers aufgezeichnet. Nach seinem Gestellungsbefehl wird er in Göttingen zu den „landsturmpflichtigen Rekruten“ eingeteilt und in Hameln kaserniert, vereidigt, eingekleidet und an der Waffe ausgebildet. Er schildert seine Kriegserlebnisse an der Ostfront (Litauen) im Winter 1916/1917, beklagt Einsamkeit, Kälte, Unterkunft und die unzureichende Verpflegung. Im letzten Kriegsjahr kämpft er in Frankreich (Cevennen). Neben der Beschreibung des Kampfgeschehens, notiert er Begegnungen mit der einheimischen Bevölkerung, Naturbeobachtungen, Gefangennahme und seine Internierung in einem Lager an der Loire. Seine Aufzeichnungen enden mit Beginn des Waffenstillstands.