Der Autor, von Beruf Schreiner, wächst auf im Umfeld des süddeutschen Pietismus und beginnt 1854 eine Ausbildung zum Missionar bei der Basler Mission. Mehr als drei Jahrzehnte missioniert er („Dienst an den Heiden“) mit Unterbrechungen im indischen Calicut (heute Kozhikode, Bundesstaat Kerala) und hält diesen Lebensabschnitt in seinem „Indischen Tagebuch“ fest. Die Aufzeichnungen geben Einblick in seine Arbeit als „Bote des Evangeliums“. Außerdem ist er zuständig für die Betreuung von Gemeindemitgliedern, Verwaltungsarbeit für den Landbesitz der Mission, Streitschlichtung, Errichtung neuer Standorte oder Bautätigkeit. Er schildert seine Erfahrungen als „Bote des Evangeliums“; nicht selten begegnet er Abweisung und Ablehnung und beschreibt die religiösen Praktiken und Sitten der Einheimischen. 1860 heiratet er und kehrt 1898 endgültig nach Europa zurück. Im Anhang findet sich neben Familienfotos eine Karte mit dem Missionsgebiet der Basler Missionsgesellschaft im damaligen Britisch Ost-Indien.