Unter dem Titel „Ein Jahrgang stellt sich vor“ beschreibt die Erinnerungsschrift das Leben und Lernen des Matura-Jahrgangs 1939 in der „Lehrerinnenbildungsanstalt der Barmh. Schwestern vom H. Kreuz in Eger“, (Cheb, CZE). Die im 19. Jahrhundert gegründete Lehranstalt bildet junge Frauen in hauswirtschaftlichen Fächern aus. Später wird auf Wunsch der Eltern eine Handelsschule eingerichtet. Die Verfügungen des Nazi-Regimes machen die christlichen Schwestern arbeitslos. Nach Kriegsende darf ein Teil der u. a. in Krankenhäusern arbeitenden Schwestern nach Bayern ausreisen. Andere Schwestern werden ins ostböhmische Industriegebiet gebracht, wo sie in Textilfabriken arbeiten müssen, bis auch die letzten von ihnen 1954 ausreisen dürfen. Fast alle der 40 namentlich genannten Maturantinnen bekunden, wie die Autorin, in Kurzbiografien ihre Verbundenheit mit ihrer lebensprägenden Lehranstalt und schildern, wie ihr Leben weitergegangen ist. Die meisten arbeiten nach 1945 im Schuldienst in Bayern.