Zwei Kriege, zwei Ehen, acht Kinder und der christliche Glaube prägen das Leben des im Rheinland lebenden Arbeiters, der verschiedenen Berufen nachgeht. In seinen Aufzeichnungen begrüßt er die Wahl Hitlers und sieht ihn als von Gott gesandt. In seinen Kommentaren zu den politischen Ereignissen und dem Kriegsbeginn 1939 übernimmt er nationalsozialistische Propagandareden. Ausführlich erzählt er von „Kraft durch Freude“ – Reisen u. a. nach Norwegen. Krankheit, den Tod seiner Frau und die Kriegslast erträgt er mit Hilfe seines Glaubens. In seinen Erinnerungen dokumentiert der Autor die Familiengeschichte und den Familienalltag um 1900. Nach der Begegnung mit dem „Evangelisations-Verein“ führt die Familie ein streng christliches Leben und missioniert. Mittlerweile Familienvater und mehrfach mit beruflichen Unternehmungen gescheitert, verpflichtet er sich beim Militär. Episoden aus dem Ersten Weltkrieg an der Westfront und sein Alltag als Handelsreisender mit einem „Wandergewerbeschein“ sowie bedrückende und heitere Familienereignisse beenden den Rückblick. Die Anlage enthält Familienfotos, Urkunden, Geldscheine, Zeitungsausschnitte.