Aus Sicht eines 11-jährigen Mädchens werden in dem Text Fluchtvorbereitungen und die Flucht einer deutschstämmigen Familie aus Kucura in der Bačka (Serbien) im Herbst 1944 beschrieben. Die Autorin schildert ausführlich die Erlebnisse bei den Transporten mit Pferdewagen, Lastwagen, Zügen und die Lebensbedingungen auf Bauernhöfen, in leerstehenden Schulen und in Sammellagern. Immer wieder werden die Flüchtenden mit Sterben und Tod konfrontiert. In Chemnitz sehen sie die Opfer des Bombenangriffs auf Dresden vorbeiziehen. Das Sammellager, in dem die Flüchtenden für die vermeintliche Rückkehr in die Bačka kurz nach Kriegsende zusammengeführt werden, entpuppt sich als das ehemalige KZ Gusen, einem Außenlager des KZ Mauthausen. Die Familie findet schließlich Aufnahme in Malsch (bei Karlsruhe), wo die Autorin ihren Lebensort findet. Der Text, der vermutlich auf früheren Aufzeichnungen beruht, wurde von ihrer Tochter transkribiert.