Die Aufzeichnungen eines Handelsvertreters aus dem Ruhrgebiet umfassen Aufsätze („Weltfeind Bolschewismus“, „Warum bin ich im Jungvolk“) aus seiner Schulzeit sowie zwei Notizkalender von 1944/ 1945 mit stichwortartigen Einträgen („Feindberührung“, „Angriff der Russen“) zum Kriegsgeschehen an der Ostfront. Im Juli 1944 vermerkt der Soldat den Beginn der „Absetzbewegung“ von Kampfeinheiten. Im Frühjahr 1945 ist er in Prag und flüchtet über Grafenwöhr durch Bayern nach Gelsenkirchen. Den einzelnen Niederschriften beigefügt ist ein Lebenslauf (1923–1935). 19 Taschenkalender (1962–1980) enthalten berufsbezogene und private Notizen des Handelsvertreters.