Die Eltern schreiben ihrer Tochter aus Stettin (POL), u. a. über einen Fackelzug der Nazis inmitten einer begeisterten Menschenmenge. Im Februar 1945 fragen sie sich, wie lange sie angesichts des zermürbenden Luftalarms und der heranrückenden russischen Truppen noch in Stettin bleiben können. Sollen sie fliehen, und wann sind sie zum Freitod berechtigt? Niemand darf seinen Posten in Stettin verlassen. Sie sitzen auf gepackten Koffern, während die Stadt voller Flüchtlinge ist. Obwohl viele Leute sagen „Lieber im eigenen Heim als auf der Straße sterben“, verlassen die Eltern im März 1945 ihr erst vor 10 Jahren erbautes Haus. Nach viertägiger mehrfach unterbrochener Fahrt in überfüllten Zügen erreichen sie ihr Ziel Sangerhausen (ST). Im Jahr 1947 schreibt die Tochter Briefe aus Wilton Park, einem Umerziehungslager für deutsche Kriegsgefangene in der englischen Grafschaft Buckinghamshire. Dort arbeitet sie in der Küche und betreut Kranke. In ihrer Freizeit erkundet sie die Umgebung und fährt nach London.