Die Tagebücher der diplomierten Politikwissenschaftlerin erzählen vom Leben einer Politikaktivistin. Schon als Schülerin engagiert sie sich in Komitees (Vietnam, Dritte Welt Solidarität). Während ihres Studiums in Aachen besucht sie Flüchtlingslager im Libanon und unterstützt den „Befreiungskampf“ der palästinensischen Bevölkerung. In Berlin setzt sie ihr Studium an der FU fort, beteiligt sich an Hausbesetzungen und gehört verschiedenen Hilfsorganisationen an. 1987 beendet sie eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin und arbeitet 25 Jahre in einer Kanzlei. Durchgängig befasst sich die Autorin in ihren Aufzeichnungen mit den zu dieser Zeit angesagten Theoretikern, reflektiert ihre Lektüre (Lenin, Foucault, Hegel, Adorno), befasst sich mit der klassischen Literatur, denkt über sich und ihr soziales Umfeld nach und schreibt sporadisch über das Leben in ihrer Frauen-WG. 2018 erkrankt sie an Krebs. Reisetagebücher (Bulgarien 1972, Libanon 1979, Usbekistan 2003) ergänzen das Selbstzeugnis.