In einem rund 1.000-seitigen Band stellt der Autor, Abkömmling einer badischen und einer baltisch-deutschen Familie, sein Leben dar. Aufgewachsen in Berlin wird er 1945 an der Oberitalienfront eingesetzt und gerät in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Frühjahr 1947 zu seiner Familie in die sowjetisch besetzte Zone entlassen wird. 1949 erreicht er in einem britischen leeren Kohleflugzeug Westdeutschland. Nach Ablegung der juristischen Examina beginnt er eine erfolgreiche Karriere als Ministerialbeamter, zunächst im Ministerium des Inneren, später im Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft, wo er sich besonders um die Bildungsarbeit für bildungsferne Milieus verdient macht. Nach seiner Pensionierung 1991 übernimmt er in Sachsen-Anhalt Beratungsaufgaben in Kirchenangelegenheiten, später gründet er eine Stiftung für den Naumburger Dom. Mit ihrem umfangreichen Quellenmaterial ist die vorliegende Darstellung ein zeitgeschichtliches Dokument.