Die Aufzeichnungen seiner 1952 verfassten „Reiseerinnerungen“ seien „aus familiengeschichtlichen Gründen verfasst und entstanden“, so der in Leipzig geborene Drucker. Nach seiner Gesellenprüfung arbeitet er als Maschinenmeister in der „Königlich Bayrischen Hofbuchdruckerei“ und geht anschließend auf die „Walz“. Er bereist Süddeutschland, die Schweiz, Österreich, Südeuropa und Nordafrika, nimmt Sprachunterricht und arbeitet in seinem Gewerbe, um die verschiedenen Etappen zu finanzieren. Mit Hilfe der aufbewahrten Postkarten rekonstruiert er das Erlebte. Die maschinengeschriebene Niederschrift ist angereichert mit Anekdoten, Begegnungen, Landschaftsschilderungen und den Reisestrapazen, die er erduldet. Von 1911 bis 1924 ist er wieder unterwegs; während des Ersten Weltkrieges als Soldat in Ostafrika und als Gefangener in Ägypten. 1920 reist er nach China und arbeitet mehrere Jahre als „Buchdruck-Experte“ in Shanghai.