Nahezu 900 Briefe und Karten – nach Jahren gebündelt und in den adressierten und frankierten Umschlägen gesammelt – schreiben die Eltern an ihre Tochter Renate, die vor Schließung der innerdeutschen Grenze in den westlichen Teil Deutschlands gegangen ist. Vom Vater in lateinischer Schrift, von der Mutter in Kurrentschrift jeweils zeitgleich geschrieben, geben die Dokumente eine Fülle von Einblicken in das Alltagsleben der DDR. Im Jahr 1970 übersiedelt das Elternpaar nach Westdeutschland, von wo aus der Briefkontakt bis zum Jahr 1976 in reduziertem Ausmaß fortgeführt wird.