Jede Generation hat ihre Sicht auf die Geschichte. Das gilt besonders, wenn der zeitliche Abstand zum Erinnerten so groß wird, dass die Zahl derjenigen dramatisch schwindet, die das Erinnerte noch selbst erlebt haben. Der 1932 in Erfurt geborene Autor lebt in zwei Diktaturen, erlebt einen Weltkrieg, die Flucht in den Westen, den Tod seiner Ehefrau und die chronische Erkrankung seines Sohnes. Diese Lebensereignisse verarbeitet er auf vielen Seiten zu einer Erinnerungserzählung, die den Zeitraum von 65 Jahren umfasst und ein beeindruckendes Zeitdokument darstellt.