Die Autorin blickt auf Kinder- und Jugendfreundschaften sowie eine vermeintlich unerwiderte Jugendliebe zurück, wegen der sie unverheiratet geblieben ist. Schwer trifft sie das Geständnis einer Bekannten, die Verbindung gemeinsam mit ihrem Mann wegen des unterschiedlichen Bildungsstands hintertrieben zu haben. Sie reflektiert daraufhin gescheiterte Ehen, Seitensprünge und unverheiratetes Zusammenleben. Trotz Freude an ihrer Arbeit als Zugsekretärin und vieler wertschätzender Begegnungen ist sie häufig niedergeschlagen. Ihre Beziehungen zu einem Cellisten und einem Arzt bleiben erfolglos, helfen ihr aber jeweils über Enttäuschungen mit dem anderen hinweg. Einen unbeschwerten Abend verbringt sie mit einem Cousin in Hamburg beim Besuch eines Varietés und eines Tanzlokals. Das Tagebuch beginnt mit einem persönlichen Glaubensbekenntnis, in dem sie erklärt, niemandem zu grollen. Die Aufzeichnungen bestehen aus maschinenschriftlichen und handschriftlichen Seiten – „die ganz persönlichen Dinge“ schreibt sie lieber von Hand.