Die Mutter (geb. 1897) hat die meisten der mehr als 150 Briefe und Karten in den Jahren 1935 bis 1970 aus Dortmund-Hörde geschrieben. Einige Briefe sowie viele angefügte Grüße stammen auch vom Vater (geb. 1889). In den ersten Jahren sind es jeweils wenige Briefe jährlich - wenn die Eltern verreist sind oder die Tochter in Ferien bei Verwandten ist. Während der Kriegszeit gibt es mehr Anlässe zum Briefwechsel (u. a. Landhilfeeinsatz, Evakuierung der Schule, später RAD und Kriegshilfsdienst), aber auch die nicht seltenen Reisen der Eltern. Immer wird liebevolle Anteil genommen an den Erlebnissen der Tochter und auch ausführlich erzählt von den Interessen und Unternehmungen der wohlhabenden, kulturell interessierten Familie und den besonderen Belastungen der Kriegsjahre. Das setzt sich auch nach dem Krieg während Ausbildung und Berufstätigkeit der Tochter – u. a. 1951 bis 1956 in Istanbul – und während ihres späteren Studiums in Hamburg fort.