Die 19-jährige Autorin hält in ihrem sechs Monate umfassenden Tagebuch eine Phase persönlicher Neuorientierung fest. Sie leidet unter dem Schulabbruch ein Jahr vor dem Abitur und beschäftigt sich intensiv mit ihren Beziehungen zu Eltern, Lehrern und insbesondere zu Freundinnen. Im Februar 1950 bemüht sie sich um eine Au-pair-Stelle in Rouen und beantragt ein Visum für Frankreich. Beim nächsten Eintrag lebt sie bereits bei einer Pfarrersfamilie mit vier Kindern, gemeinsam mit einer Kanadierin und einer Französin. Ihre Französischkenntnisse verbessern sich rasch. Bücher, Kinofilme, Theaterstücke, Vorträge und Museumsbesuche geben ihr immer wieder Anlass, über ihre persönliche Entwicklung nachzudenken. Sie will der Vergangenheit nicht länger nachtrauern, den „Lebenskampf“ annehmen und zu einem „richtigen Menschen“ werden.